Zurück zum Blog
Anleitungen

Wie ich einen Telegram-Bot in ein dauerhaftes Verkaufsmenü verwandelt habe, das den ganzen Tag verkauft

8 Min. Lesezeit
Wie ich einen Telegram-Bot in ein dauerhaftes Verkaufsmenü verwandelt habe, das den ganzen Tag verkauft

In unserem Projekt wechseln die Angebote praktisch täglich. An einem Tag verkaufen wir ein Ticket mit einer Quote von 10+, am nächsten eine hohe Quote und daneben eine langfristige VIP-Mitgliedschaft. Früher haben wir jedes Angebot neu in den Kanal geschrieben — und wenn sich Preis, Quote, Anstoßzeit oder die Zahl der freien Plätze geändert hat, mussten gleich mehrere Nachrichten angepasst werden.

Das Ergebnis: jede Menge Handarbeit, ein Berg an Verkaufsposts und ein Publikum, das mit denselben Angeboten zugeschüttet wurde.

Je mehr wir verkaufen wollten, desto mehr Spam haben wir produziert.

Deshalb habe ich den gesamten Verkauf nach und nach in einen einzigen Telegram-Bot verlagert. Aus seiner ersten Nachricht habe ich ein dauerhaftes Menü der aktuellen Angebote gemacht. Jeder Button führt in ein eigenes Verkaufsszenario, das ich jederzeit anpassen kann, ohne das Menü selbst anzufassen. Die Buttons bleiben gleich — es ändert sich nur das Angebot, das der Nutzer nach dem Klick sieht.

1. Das dauerhafte Menü ist der zentrale Wegweiser

Wer den Bot startet, bekommt keine lange Willkommensnachricht und keine Absätze voller Erklärungen. Er wählt sofort aus, was ihn interessiert:

Willkommen 👋

Wähl dein aktuelles Angebot:

  • Ticket des Tages
  • Hohe Quote
  • VIP-Mitgliedschaft
  • Support kontaktieren

Jede Option ist ein eigener Button. Der Nutzer muss keine alten Posts im Kanal durchwühlen, nicht nach dem aktuellen Preis suchen und nicht beim Support nachfragen, was heute verfügbar ist — er klickt einfach auf das Produkt, das ihn interessiert.

Das Menü selbst bleibt dabei immer gleich. Es ändert sich nur der Inhalt der Szenarien, zu denen die einzelnen Buttons führen.

2. Jedes Angebot hat sein eigenes Verkaufsszenario

Für jedes Angebot habe ich in TG Flows ein eigenes Szenario angelegt. Der Button Ticket des Tages öffnet zum Beispiel ein Szenario, in dem der Nutzer findet:

  • den Typ des aktuellen Tickets
  • die Quote des Tickets
  • die Anstoßzeit des ersten Spiels
  • den Preis des Angebots
  • eine eventuelle Garantie
  • einen Button mit dem Zahlungslink

Der Button VIP-Mitgliedschaft führt in ein ganz anderes Szenario, das erklärt:

  • was die Mitgliedschaft enthält
  • wie oft Mitglieder Tipps bekommen
  • was die Mitgliedschaft kostet
  • wie lange der Zugang gilt
  • wie man als Kunde beitritt
  • wo man die Mitgliedschaft bezahlen kann

So hat jedes Produkt seinen eigenen kurzen Verkaufsweg. Der Nutzer wählt im Menü ein konkretes Angebot und bekommt nur die Informationen, die genau dazu gehören. Kein überflüssiger Text, kein Suchen, kein Warten auf den Support.

3. Ich passe jeden Tag nur ein einziges Szenario an

Wenn wir ein neues Angebot vorbereiten, öffne ich das passende Szenario und aktualisiere die Angaben. Beim Tages-Ticket ändere ich zum Beispiel Quote, Anstoßzeit, Preis, Angebotstext, die Zahl der freien Plätze und den Zahlungslink.

Ich muss weder die Willkommensnachricht ändern noch neue Buttons anlegen noch den ganzen Verkaufsprozess neu aufsetzen. Das dauerhafte Menü bleibt gleich — der Button Ticket des Tages öffnet aber immer das aktuelle Angebot.

Ich passe das Angebot einmal an, und von da an ist es überall aktuell, egal von wo ich Nutzer in das Szenario schicke.

4. Dieselben Szenarien nutze ich auch in Kampagnen

Wenn ich im Laufe des Tages ein neues Angebot ankündige, muss ich nicht in jede Kampagne den kompletten Verkaufstext kopieren. Eine kurze Nachricht reicht:

Die heutigen Angebote stehen bereit ✅

Wähl aus, was dich interessiert:

  • Ticket des Tages
  • Hohe Quote
  • VIP-Mitgliedschaft

Unter die Nachricht setze ich dieselben Buttons, die ich im dauerhaften Menü verwende. Nach dem Klick öffnet sich für den Nutzer das passende Szenario mit dem kompletten aktuellen Angebot.

Die Kampagne hat also genau eine Aufgabe: Aufmerksamkeit holen und den Nutzer zum richtigen Angebot bringen. Produkterklärung, Preis und Zahlungslink stecken schon im Szenario — so muss ich nicht in jeder Kampagne denselben langen Verkaufstext wiederholen.

5. Der Bot verkauft auch, wenn ich nicht online bin

Jeder Nutzer kann zu einer anderen Zeit in den Bot kommen. Einer startet ihn morgens, jemand klickt nachmittags auf eine Kampagne, ein anderer kommt abends zurück und öffnet wieder das dauerhafte Menü. Alle sehen aber dasselbe aktuelle Angebot.

Ich muss nicht ständig online sein und jedem einzeln erklären, was wir heute verkaufen, wie die Quote steht, was das Angebot kostet, wann das erste Spiel beginnt und wo man bezahlen kann. Der Bot zeigt den ganzen Ablauf automatisch.

Der Support kommt erst ins Spiel, wenn ein Kunde eine konkrete Frage hat oder Hilfe bei der Zahlung braucht. Er muss also nicht ständig dieselben Basisinfos durchkauen, die der Bot allein vermitteln kann.

6. Ein Angebot kann ich am selben Tag mehrmals in Erinnerung rufen

Die erste Kampagne kündigt meist nur an, dass ein neues Angebot verfügbar ist. Später kann ich eine weitere Nachricht schicken, zum Beispiel:

  • einen Hinweis, dass es bald losgeht
  • die Info über die letzten freien Plätze
  • einen zeitlich begrenzten Rabatt
  • ein neues Ergebnis oder eine Referenz
  • die letzte Chance zu kaufen

Ich muss aber nicht jedes Mal das ganze Angebot neu ausschreiben — ich setze in die Kampagne einen Button, der in dasselbe aktuelle Szenario führt. Den Verkaufsprozess baue ich also einmal, hole aber über den Tag verteilt Nutzer aus mehreren verschiedenen Kampagnen hinein. Jede Nachricht kann einen anderen Blickwinkel haben — aber alle führen an denselben aktuellen Ort.

7. Weitere Kampagnen schicke ich nicht an alle

Die erste Ankündigung kann ans breite Publikum gehen. Bei den nächsten Nachrichten filtere ich:

  • Mitgliedern schicke ich kein Angebot für die Mitgliedschaft, die sie schon haben
  • Kunden, die das Tages-Ticket schon gekauft haben, bekommen keinen weiteren Rabatt auf dasselbe Angebot
  • Leuten mit Interesse an hohen Quoten schicke ich genau diesen Angebotstyp
  • Gratis-Nutzern kann ich ihr erstes Bezahlprodukt vorstellen

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Nachrichten an möglichst viele Leute zu schicken. Das Ziel ist, dem richtigen Nutzer das richtige Angebot zu zeigen. So kann ich über den Tag aktiv kommunizieren, ohne das gesamte Publikum mit denselben Nachrichten zu fluten.

8. Alte Angebote verschwinden nach Ablauf automatisch

Tagesangebote gelten nur begrenzt. Sobald das erste Spiel beginnt oder der Verkauf endet, soll niemand später eine alte Kampagne öffnen und versuchen, ein abgelaufenes Ticket zu kaufen. Deshalb nutze ich beim Senden Automatisch löschen:

  • das Angebot schicke ich um 12:00 Uhr raus
  • der Verkauf endet um 17:30 Uhr
  • die Nachricht löscht sich um 17:30 Uhr automatisch

Genauso arbeite ich mit zusätzlichen Rabatten und letzten Erinnerungen. Die Kampagne erfüllt ihre Verkaufsfunktion und verschwindet nach Ablauf des Angebots aus dem Chat. Der Nutzer hat im Bot also keine alten Preise, keine ungültigen Zahlungslinks und keine Angebote für Tickets, die längst laufen.

9. Nach Ablauf des Angebots schalte ich das Szenario auf einen Info-Zweig um

Das dauerhafte Menü im Bot bleibt immer erreichbar. Deshalb ist wichtig, dass ein Button auch nach dem Verkaufsende kein altes Angebot öffnet. Wenn ich weiß, dass das Angebot um 18:00 Uhr endet, schalte ich das Szenario kurz vorher vom Verkaufszweig auf eine schlichte Info-Nachricht um:

Das aktuelle Angebot ist nicht mehr verfügbar ❌
Wir arbeiten schon am nächsten. Sobald es fertig ist, sagen wir dir sofort Bescheid ✅

Der Nutzer kann also weiterhin auf denselben Button klicken, sieht aber statt eines veralteten Zahlungslinks die klare Info, dass der Verkauf beendet ist. Sobald wir das neue Angebot vorbereitet haben, schalte ich das Szenario wieder auf den Verkaufszweig — ohne das Menü zu ändern und ohne einen neuen Button.

10. Aus einem Bot wurde ein einfaches Verkaufssystem

Unterm Strich funktioniert das ganze System ganz einfach:

Dauerhaftes Menü
→ Buttons für die einzelnen Produkte
→ ein eigenes Szenario für jedes Angebot
→ das Angebot wird an einer einzigen Stelle aktualisiert
→ Kampagnen bringen Nutzer in dieselben Szenarien
→ weitere Nachrichten gehen nur an relevante Leute
→ alte Kampagnen löschen sich automatisch
→ nach dem Verkaufsende schaltet das Szenario auf den Info-Zweig um

Ich muss den Verkauf nicht jeden Tag von Grund auf neu aufbauen. Ich aktualisiere nur das jeweilige Szenario und hole über den Tag Nutzer hinein — aus dem Menü und aus den Kampagnen.

Was mir das dauerhafte Menü gebracht hat

Die größte Veränderung ist nicht nur die gesparte Zeit. Der Nutzer kommt viel schneller zu dem, was er kaufen will — er muss nicht auf eine Antwort vom Support warten, sich durch Dutzende alte Nachrichten scrollen oder den aktuellen Zahlungslink suchen. Er öffnet das dauerhafte Menü, klickt auf das Angebot und kann direkt zum Kauf weitergehen.

Und ich muss nicht immer wieder dieselben Informationen ausschreiben, mehrere Nachrichten anpassen oder das ganze Publikum mit jeder Änderung eines Angebots behelligen.

Das Ergebnis:

  • weniger Handarbeit
  • weniger Spam
  • weniger veraltete Nachrichten
  • einfachere Arbeit für den Support
  • ein schnellerer Weg des Kunden zum Kauf

Der Telegram-Bot ist für mich damit nicht bloß Support oder ein Tool zum Verschicken von Kampagnen. Er funktioniert als dauerhaftes Verkaufsmenü, das ich voll unter Kontrolle habe, laufend aktualisiere — und das den ganzen Tag verkauft.

#dauerhaftes Menü#Szenarien#Kampagnen#Verkauf

Ähnliche Artikel